Die Welt ist komplex geworden, so komplex dass einige die einfache Antwort suchen. Aber es gibt für komplexe Systeme meist keine einfachen Antworten.

Gib es einfache Antworten

Einfache Antworten ignorieren meist die großen Zusammenhänge und präsentieren Lösungen die vielleicht sogar für sich betrachtet irgendwie Sinn ergeben aber keiner Belastung d.h. Gegenfrage und Analyse standhalten. Diese einfachen Antworten werden dann gerne Populismus genannt, zurecht! Denn eine einfache Antwort auf ein komplexes System ist gefährlich, respektlos und oftmals narzißtisch motiviert. D.h. es sind Antworten von Menschen die ihre Weltanschauung als die ideale sehen und andere Meinungen und Ansichten nicht  reflektieren und analysieren. Im Gegenteil sie versuchen auf ihre Weise ihre Antworten anderen aufzuprägen. Hat dies Erfolg hohlen sie daraus dann wiederum Selbstvertrauen und Bestätigung. Dies ist keine Lösung des Problems sondern vielleicht sogar die Ursache eines bald noch größeren Problems.

Wie mit komplexen Zusammenhängen umgehen

Um komplexe Zusammenhänge wie die heutige Welt zu verstehen braucht es viele Meinungen, viele Anschichten aus verschiedenen Perspektiven, offene kritische aber respektvolle Diskussionen mit Einsicht und Verständnis der Beteiligten. Erfolgt dies kann gemeinsam die Komplexität verstanden werden, denn zu glauben eine Person alleine kann alle komplexen Zusammenhänge der Welt verstehen ist gerade zu naiv. Es braucht eine Medienlandschaft die keine Meinung macht oder fertige Meinungen präsentiert sondern eine Medienlandschaft die vielfältige Meinungen darstellt und diese hinterfragt! Daraus kann sich der Einzelne schlussendlich selbst eine Meinung bilden! Denn es muss in einer funktionierenden Demokratie und Gesellschaft jeder in der Lage sein die Welt und die Zusammenhänge auf ein Mindestmaß zu verstehen. Nur so ist eine sinnvolle starke Demokratien möglich, mit fähigen Wählern! Je höher die Qualität der Wähler ist, desto besser muss die Politik sein da der Anspruch wächst! D.h. die Qualität der Bildung und der Medienlandschaft muss einer Demokratie wichtig sein, dann kann die komplexe Welt verstanden und damit umgegangen werden!

Vergangenheit

Politiker welche Wähler vorführen um deren Stimme zu bekommen, die mehr Interesse haben ihre Macht zu sichern als sich mit den Problemen der Gesellschaft zu beschäftigen oder Politik sauber zu erklären, die Medien dazu nutzen Machterhalt möglichst effizient zu gestalten sind gefährlich. Sicher konnte man damit in den letzten Jahrzehnten Wahlen gewinnen, aber für welchen Preis? Wer eine andere Politik auf die Wahlkampf folgen lässt, der fördert doch Politikverdrossenheit und Vertrauensverlust! Man muss sich also nicht wundern, dass die Wahlbeteiligung in den Keller geht. Hier müssen sich einige Politiker der letzten Jahre Vorwürfe machen, denn dies öffnete erst die Tür für Populisten. Auch die Medien müssen sich den Vorruf machen dies mitgespielt und nicht ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft gerecht geworden zu sein! Es wurde viel Vertrauen geopfert, dies wiederzuerlangen bedeutet viel Arbeit, aber der Preis wäre hoch wenn dies nicht geschieht!

Gibt es eine Lösung

Komplexe Probleme brauchen keine „Politiker“ die ihre Antworten als die einzigen und richtigen präsentieren und die heile Welt versprechen. Für komplexe Probleme sollten Politiker gewählt werden die zeigen, dass sie auf die komplexen Zusammenhänge eingehen und darin Lösungen und Kompromisse suchen und ihre Lösungsvorschläge anschaulich erklären. Die demokratische offene Diskussionen überparteilich angehen und wirklich an Lösungen interessiert sind. Denn eine komplexe Welt benötigt, wie angesprochen, viele Meinungen & Diskussion und sollte nicht an Parteigrenzen scheitern! Parteien die die Einheitsmeinung der Partei schulen und versuchen medial nach außen hin geschlossen zu wirken sind in gewisser Weise Demokratiefeindlich, schon interessant wie auf protektionistische Wirtschaftspolitik geschimpft wird und andererseits scheint protektionistische Parteipolitik  okay zu sein?

Medien sollten offene Diskussionen fordern und fördern und nicht gleich eine Partei medial ausschlachten wenn diese gerade eine Meinungsdiskussion offen führt! Parteien verschließen sich infolgedessen und für den Wähler wird alles noch undurchsichtiger. Medien haben eine große Verantwortung in einer demokratischen Gesellschaft der sie gerecht werden müssen, gerade in der Zeit der Informationstechnologien. Müssten sich verschiedene Medien nicht auch gegenseitig kontrollieren, also Berichterstattung über sich gegenseitig zum Thema machen und nicht nur über die Politik? Auch müssten Politiker mal den Mut haben manche Medien zu kritisieren wenn diese zweifelhaft aggieren! D.h. wenn beispielsweise die Zeitung Bild klare Politik durch Meinungsmache betreibt, dann müsste dies doch von anderen Medien oder Politikern öffentlich diskutiert, also dieses Thema in die Gesellschaft getragen werden oder? Parteien müssen aber auch ein gutes Stück besser werden, so müssten diese im Sinne der Demokratie all ihre Parteispenden, andere Einnahmequellen und Ausgaben offenlegen um glaubwürdig zu sein. Parteien würden dadurch ihre Abhängigkeit offenlegen und der Wähler könnte sich daraus eine Meinung bilden. Dadurch würden wiederum Parteien nicht den einfachen Weg gehen können sondern sie müssten Interesse haben richtig gute Politik zu betreiben.

Vielleicht würde dann ein Bundestag gewählt werden der das Volk repräsentiert und auch akzeptiert wird. Vielleicht würden dann Diskussionen mit der Qualität zustande kommen, dass wirkliche Lösungen zwischen Regierung und Opposition erarbeitet werden.

Eine Politik die quasi den Regeln der freien sozialen Marktwirtschaft entspricht. „Eine freie demokratische Politik“ das wäre doch was oder? Den gut entwickelte und nicht manipulierte Menschen sind sehr wohl in der Lage die komplexe Welt zu verstehen und gute Entscheidungen zu treffen!

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