Der Einfluss von Medien auf Menschen und im besonderen auf junge Menschen ist enorm.

Der Konsument wird geschaffen

Der Fernseher schafft Helden, er gibt Ziele vor und schafft Ideale. Dies kann man nicht pauschal für gut heißen, den hinter Fernsehsendungen, -serien, -shows und Werbung stecken Strategien zur Meinungsbeeinflussung und folglich zur Gewinnmaximierung der dementsprechenden Industrie. D.h. die Industrie erzieht junge Menschen dazu der perfekte Konsument zu werden und dem Materialismus zu verfallen. Selbstvertrauen wird beispielsweise oftmals nicht mehr durch Charakterstärke sondern durch teure Kleidung geschaffen. Der Schulhof wird zum „Catwalk“, wer keine Markenklamotten hat wird zum Außenseiter.

Die Medien bestimmen den Großteil der Meinung in der Gesellschaft!

Der Fernseher beeinflusst und lenkt den Geschmack junger Leute durch Musiksender wie „MTV“. Modeportale wie „Germanys Next Topmodel“ schaffen Trends. Musikshows wie „The Voice of Germany“ erschaffen fragwürdige Träume. Der Fernseher ist dabei eng mit den Internet verknüpft, beide sind mittlerweile Teil der Erziehung geworden. Dies bringt eine gewisse Gefahr mit sich. Speziell mittels des Internets in Kombination mit Mobiltelefonen werden über viele Plattformen wie Facebook, Instagram, Snapchat, WhatsApp, etc. unendliche Möglichkeiten der Beeinflussung und Ablenkung geschaffen. Zeit für die eigenen Entwicklung ist da kaum noch, vor allem da Heranwachsende immer früher an ein solches Gerät gelangen.
Ein Anfang diesen übertriebenen Materialismus zu bändigen wären Schuluniformen. Dadurch würde der Materialismus von Schulkindern etwas länger ferngehalten werden und Kinder könnten langsam lernen damit umzugehen. Des Weiteren müsste der Mobilfunkgeräte Besitz stärker kontrolliert werden, Kinder rennen oft in immer jüngeren Alter mit Handys herum und nutzen es zu lange am Tag. Sicher muss die nächste Generation wesentlich affiner mit den technischen Möglichkeiten umgehen können, aber es gibt einen Punkt an dem die Entwicklung gestört wird. Dies ist wissenschaftlich erwiesen und demnach sollte dies als Orientierung für Heranwachsende gelten. Auch in der Schule!  All diese Dinge schüren einen unglaublichen Materialismusdruck von klein auf an, welcher Kinder weit in die Zukunft schlecht beeinflusst. Wie gesagt, diese Einflüsse verhindern im Schlimmstfall eine gesunde Entwicklung und verschieben die Wertvorstellung in eine gefährliche Richtung.
Liebe Eltern, versuchen sie ihr Kind so lange wie möglich aus dieser Drucksituation herauszuhalten. Lernen sie es ihren Kindern mit solchen Situationen umzugehen. Machen sie ihnen klar das Geld nicht das wichtigste im Leben ist. Gehen sie mit Kindern in die Natur heraus, dies wird ihnen am TV nicht gezeigt. Zeigen sie ihnen wie schön das Leben wirklich ist!

Politik = Umgang mit Medien

Ein weiterer sehr heikler Punkt ist der Medieneinfluss in der Politik. Wahlkampagnen versprechen vieles und halten dann wenig. Medien verhelfen zu Wahlsiegen und geben den Ton in der Gesellschaft und oftmals auch in der politischen Debatte an! DIe Medien machen Politiker schnell mächtig und knnen sie aber genauso schenll weider abservieren (Beispeil: Fall zu Guttenberg). D.h. die Medien beeinflussen die Politik in ihrer Art und Weise wie diskutiert wird, wohin es geht, was noch moralisch okay ist und was dann schlussendlich das Volk denkt. In Zeiten der postfaktischen Diskussion und Meinungsmache wären reflektierende Medien hinsichtlich aller politischer Parteien aber auch Industrie wünschenswert! Medien die auch die Wünsche des Volkes repräsentieren! Machen sie das?
Um diese Vorgehensweise dieser Maschinerie zu verstehen muss man erst einmal die Medien und den Umgang damit verstehen. Die privaten Medien müssen in erster Linie das zeigen was Einschaltquoten und Druckauflage bringt um Geld zu verdienen. Die Moral kommt da gerne mal zu kurz. D.h. Medien strahlen das aus das Volk hören will oder wofür man Interesse wecken kann. So verkauft sich beispielsweise Angst vor Terror besser als jeden Tag einen Autounfall auf einer deutschen Straße zu bringen, obwohl durch Autounfälle wesentlich mehr Menschen sterben und somit die faktische Gefähr viel größer ist. Die öffentlichen Medien wir ARD und ZDF sind hier etwas besser, aber deren Intendant wird von der Regierung eingesetzt, d.h. auch hier ist keine absolute Unabhängigkeit gegeben! D.h. um hier ein gutes Bild als Bürger zu erhalten muss man mehrere Quellen nutzen und sich ein eigenes Bild erarbeiten. Facebook ist hier eine schlechte Wahl…

Ein anders Thema ist der Medienauftritt der Politik, dieser wird größtenteils von privaten Firmen bis ins Detail auf Basis von Umfragen geplant um möglichst viele Wähler zu mobilisieren. Diese Firmen wiederum werden zum Teil durch die Mandate der Politiker (also Geld von Steuerzahlern) und zum andern Teil von Parteispenden (Wirtschaft) bezahlt. So zahlt der Steuerzahler quasi dafür das er selbst vorgeführt wird! Und die Wirtschaft kauft sich die Loyalität der Partei, den ohne deren Spenden hätte sie keinen Erfolg. Dies ist ein Grundsätzliches Problem der Parteipolitik, Parteien sind nicht unabhängig und vertreten viele Interessen, nicht unbedingt nur die ihrer Wähler! Im Umgang mit den Medien wendet die Politik beispielsweise das Stilmittel gleiche Aussagen so lange im zu wiederholen bis man wirklich glaubt das es so ist (Merkel: „Wir schaffen das“, „alternativlos“ oder „uns geht es sehr gut“).  Nun kann man sich fragen warum die Medien das dann ausstrahlen und das Spiel mitspielen, den alle drei Aussagen sind gewissermaßen postfaktisch! Die Medien müssen etwas ausstrahlen um Quote zu machen, da nehmen sie tagesaktuelle Dinge und versuchen der erste zu sein den der Konsument will etwas neues hören und die 15 min Tagesschau müssen voll werden. Diese Interviews werden also oftmals in der Tagesschau gezeigt und erreichen viele Menschen. Die Diskussion ob das dann stimmt oder nicht findet wenn überhaupt in Talkshows statt die nicht wirklich gute Einschaltquoten haben. D.h. Politiker können mit diesem Stilmittel und dem Zusammenspiel der Medien Wahlkampf ausüben. Die Politik und Medien sind hier voneinander abhängig, das kann gefährlich sein! In der Weltpolitik kommt hinzu, dass sich beispielsweise nicht jede kleine Zeitung eine Vielzahl von Reportern leisten kann und so von den großen Medienagenturen abhängig ist (Reuters, dpa, etc.). Die Welt ist zu groß und es passiert zu viel. Folge dessen ist, dass viele Medien die gleichen Nachrichten verbreiten und dadurch wiederum diese auf uns sehr echt wirken da sie ja scheinbar vielfach recherchiert sind. Durch diesen Mechanismus haben die großen Medienagenturen enorm viel Macht!

Für die Wahl entscheidend sind nicht selten die Wahlversprechen der Parteien, dass diese nicht wirklich regelmäßig umgesetzt werden ist Kern des Problems. Ein Beispiel: Im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2005 hat die CSU/CDU von einer 2% Mehrwertsteuererhöhung gesprochen, die SPD war strikt dagegen. Wie sie wissen ist eine große Koalition der beiden zustande gekommen. Diese hat dann eine Mehrwertsteuererhöhung von sogar 3% verabschiedet. Dies ist nur ein Beispiel von vielen. D.h. solange Medien nicht Parteien für ihre falschen Wahlversprechen zerlegen (Beispielsweise genauso groß wie ein TV Duell sollten die Wahlversprechen und das tatsächlich umgesetzte der letzten Jahre analysiert werden ) als auch das politische Handeln der letzten Jahre mit den neuen Wahlversprechen auf Glaubwürdigkeit prüfen wird es weiter so laufen. Die Medien müssten Aussagen von Politkern auf Fakten prüfen und diese im Falle der Falschaussage genauso Medienwirksam vorwerfen wie die Aussage der Politiker. Medien müssten gesetzlich dazu verpflichtet werden, dass eine erwiesene Falschdarstellungen medial eine genauso große Gegendarstellung bekommen muss.

Die Medien stehen durch ihre herausragende Machstellung im Informationszeitalter in einer Bringschuld dem Volk gegenüber! Wir Bürger können uns nur von mehreren Quellen informieren und uns unsere eigene Meinung erarbeiten.

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