Eine Standortbestimmung der westlichen Gesellschaft. Wodurch definiert sich die momentane westliche Gesellschaft?

Wohl kaum durch das Erstreben nach hoher Wertlegung auf menschlichen Werten und Gemeinsamkeit, eher nach einer enormen Geldgier. Ein Problem der westlichen Gesellschaft beruht außerdem darin, dass sie sich als das Maß aller Dinge ansieht und sich jeder anderen Gesellschaftsform überlegen sieht. Politik und auch Großteils Medien suggerieren einem das Ende der Entwicklung von Gesellschaftsformen zu sein. Dabei wandelt sich „heimlich“ Stück für Stück die Deutsche von einer Sozialen Marktwirtschaft zu einem Ultrakapitalismus. Die momentane westliche Gesellschaft ist zwar auf dem Papier die Reichste die es je in der Menschengeschichte gegeben hat, jedoch war der Unterschied zwischen Reich und Arm noch nie so groß wie heute. Speziell in Deutschland. Des Weiteren ist der prozentuale Anteil an Reichen im Vergleich zu Armen verschwindend gering, was heißt das einige zwar enorm Reich und mächtig sind, die breite Masse der Bevölkerung jedoch nichts von dem allen hat und auch nichts abbekommt.

Hochmut kommt vor dem Fall

Zudem ist unsere Gesellschaft die mit der höchsten Anzahl an Drogenabhängigen, der höchsten Depressionsrate, die mit den meisten Sexualdelikten und die mit der wenigsten Freizeit.

Wie passt das zu dem Bild das uns Bürgern der westlichen Gesellschaft suggeriert wird?

Unserer Meinung nach sieht eine glückliche, leistungsfähige und in sich harmonische Gesellschaft anders aus. Unsere Gesellschaftsform ist nicht das Maß aller Dinge, sie muss noch viel lernen und sich weiterentwickeln um menschlichen und moralischen Prinzipien gerecht zu werden. Nicht das wir uns falsch versehen, andere derzeitige Gesellschaftsformen sind nicht näher an diesem Ziel, die westliche hat es aber eben auch noch nicht geschafft!

Das uns durch Politik, Medien und Wirtschaft eingetrichtert wird, dass wir das Maß aller Dinge sind ist reiner Selbstschutz der Eliten! Das unsere Politik andre Länder verurteilt ohne selbst den Ansprüchen gerecht zu werden ist ein Zeichen von Verblendung und Arroganz! Arroganz die aus anderen Kulturkreisen zurecht angeprangert wird. Die westliche Welt ist sicher in manchen Punkte wie freier Meinungsäußerung und Rechtsstaatlichkeit weiter als andere Gesellschaftsformen, aber am idealen Punkt ist sie noch lange nicht. Im Gegenteil, es scheint gerade schon wieder schlechter zu werden.  Die machtgesteuerte Politik und die macht- und geldgesteuerte Industrie hat sich mittlerweile so stark verzahnt das der politische Weg rückschreitend und nicht im Sinne der Gesellschaft ist. Die Medien sind darin auch mit verstrickt oder gehen zumindest nicht entscheidend dagegen an. Etwas mehr Selbstreflektion und Selbstkritik der Politik, Wirtschaft und Medien wäre angebracht, auch in der Öffentlichkeit. Nur wenn man bei sich anfängt hat man sich vielleicht einmal das Recht erarbeitet anderen einen Vorwurf zu machen.

Die westliche Welt hat sich zudem in der Vergangenheit als Herrscher des ganzen Planeten aufgespielt und sich dabei durch die eigene Argumentation gerechtfertigt. Dabei marschierte sie in andere Kulturkreise ein ohne diese zu kennen und zwang ihnen ihre „Kultur“ ohne Rücksicht auf. Es gibt genügend Beispiele in Süd-und Mittelamerika, Asien sowie Afrika. Der Reichtum der westlichen Gesellschaft ist dadurch gegeben, dass sie eben diese Flecken Erde ausbeutet oder ausgebeutet hat. Jetzt wo anderen Kulturen wie die chinesische gleiches versuchen prangert die unsere diese dafür an. Sollte man nicht hier bei sich anfangen und mit gutem Beispiel vorangehen?

Ein Satz zum Schluss: Der Bürger ist solange von seiner Gesellschaftsform überzeugt so lange er glaub er lebe in der besten Gesellschaft die es je gegeben hat und je geben wird.

Ist das der Fall?

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